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In eigener Sache
Litlog, si tu n‘existais pas

Im Lauf des letzten Jahres hat Litlog großen Zuspruch aus der Studierenden- und Leser*innenschaft erfahren. Die Rettungsaktion kann nun vorzeigbare Erfolge verzeichnen: Die Finanzierung des Projekts ist für weitere vier Jahre gesichert.

Von der Litlog-Redaktion

Jahrelang haben Studierende und Mitarbeiter*innen der Philosophischen Fakultät um den Erhalt des Online-Feuilletons Litlog gekämpft. 800 Unterzeichner*innen einer analogen Unterschriftensammlung sprachen sich 2019 für den Erhalt aus, dennoch blieb die Finanzierungs- und Personalsituation für weitere 12 Monate – auch ohne weltweite Pandemie – angespannt und ungeklärt.

In dieser prekären Zeit hat die ehrenamtliche Arbeit der studentischen Redaktion das Tagesgeschäft von Litlog getragen und sogar mit neuen Artikel-Reihen und Formaten viel mehr als business as usual in ganz und gar ungewöhnlichen Zeiten geleistet. Seit Anfang Juli 2020 steht aber nun fest: Litlog bleibt Autor*innen und Leser*innen mindestens vier weitere Jahre erhalten.

Litlog hat täglich zwischen 1.000 und 3.000 Zugriffe und bot bereits 361 Autor*innen mit knapp 1.100 Artikeln Raum, sich kulturjournalistisch auszuprobieren. Die Seite und ihre Inhalte werden von den Studierenden getragen, die als freie Autor*innen im Online-Feuilleton auf Deutsch und Englisch publizieren. Betreut und beraten werden sie von einem Herausgeberinnen- und Redaktionsteam, in dem wissenschaftliche Mitarbeiterinnen des Seminars für Deutsche Philologie, des Skandinavischen Seminars und des Seminars für Englische Philologie mit einer als Redaktionskoordination fungierenden wissenschaftlichen Hilfskraft zusammenarbeiten.

Diese wissenschaftliche Hilfskraft bildet eine zentrale organisatorische Schnittstelle – ihre unverzichtbare Arbeit wurde nun durch ein neues Finanzierungsmodell gesichert. Die neuere und ältere literaturwissenschaftliche Abteilung des Seminars für Deutsche Philologie und der seit 2020 am SDP Göttingen wirkende Professor für Digital Humanities, Jörg Wesche, stellen die Hälfte der Mittel für eine mehrjährige Perspektive zur Verfügung – diese gab es bisher nur zu Beginn des Projekts, als die Stiftung Niedersachsen Litlog durch ihre Anschubfinanzierung unterstützte. Weitere Mittel stellen das Seminar für Englische Philologie, das Seminar für Romanische Philologie, das Seminar für Slavische Philologie, das Seminar für Mittlere und Neuere Geschichte, das Skandinavische Seminar und die Komparatistik, die überwiegend selbst mit sehr knappen Budgets auskommen müssen. Auch die Philosophische Fakultät beteiligt sich an der Finanzierung, sodass der studiengangübergreifende und interdisziplinäre Grundgedanke des Projektes abgebildet wird.

Im Sinne dieser Interdisziplinarität läuft Litlog also nicht nur weiter, sondern kann einen kleinen neuen Aufbruch wagen in eine Zeit, in der nicht von Jahr zu Jahr die Sorge um seine Finanzierung Zeit in Anspruch nimmt, die den gründlichen Redigaten und der Projektentwicklung zustünde. Studierende können sich also auch zukünftig über spannende Texte, sorgfältig angeleitete Textarbeitsprozesse, Veranstaltungen sowie Debattenbeiträge freuen und an ihnen lernen.

…Litlog ist also nicht nur aktuell, sondern auch – zumindest für die nächsten Jahre – beständig.



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 Veröffentlicht am 14. Juli 2020
 Kategorie: Misc.
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