»Der goldene Faden« glänzt nicht
vonDer goldene Faden ist eine Sammlung von Essays und Gedichten der Nobelpreisträgerin Han Kang. Leider kann sie darin nicht an den Glanz ihrer Romane anknüpfen.
Der goldene Faden ist eine Sammlung von Essays und Gedichten der Nobelpreisträgerin Han Kang. Leider kann sie darin nicht an den Glanz ihrer Romane anknüpfen.
Sebastian Hotz’ Sidekick ist eine bissige Mediensatire über Eitelkeiten, Machtspiele und Selbstinszenierung, deren starke Beobachtungen den schwächelnden Mittelteil und blasse Figuren weitgehend ausgleichen.
Politik bildet die Kulisse von Jean-Philippe Kindlers Debütroman, im Mittelpunkt stehen Trauer, Beziehungen und die Frage, was Menschen trotz aller Distanz zusammenhält.
Dana von Suffrins Toxibaby beleuchtet das krampfhafte Festhalten an einer toxischen Liebesbeziehung. Allerdings reicht der Roman nicht über die Darstellung toxischer Beziehungen hinaus.
Der Roman Schleifen ist ein sprachspielerisches Labyrinth voller absurder Wendungen, überraschender Verbindungen und offener Fragen – verwirrend, klug und nachhaltig faszinierend.
Miriam Davoudvandis Debütroman Das können wir uns nicht leisten bespricht ehrlich und wissenschaftlich fundiert die Realität vieler Menschen, die in Armut leben.
Virginia Woolfs Essay Vom Kranksein als Neuausgabe? Eine eingehende Betrachtung der Edition hinterlässt trotz aller Frische des Textes einen bitteren Beigeschmack.
Ozan Zakariya Keskinkılıçs Debütroman Hundesohn ist poetisch gelungen, aber das erzählerische Potenzial der queeren Liebesgeschichte wurde nicht ausgeschöpft.
Georgi Gospodinov schafft mit Physik der Schwermut ein postmodernes Kunstwerk, das aus der Gegenwartsliteratur nicht mehr wegzudenken ist.
Einfühlsam nähert sich Helene Bukowski in Wer möchte nicht im Leben bleiben einer verstorbenen Klavierschülerin aus der DDR.